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Den
Konzertabend eröffnete die Tischardter Blasmusik unter der
Leitung von Cornel Erdei mit der Ouvertüre zur Oper „Nabucco“.
Guiseppe Verdi schildert darin den Freiheitskampf des
jüdischen Volkes in der babylonischen Gefangenschaft. Und
natürlich klingt in der Ouvertüre auch der berühmte
Gefangenenchor an.
Anschließend entführten die Tischardter Musiker die Zuhörer
in die Puszta mir der „kleinen ungarischen Rhapsodie“ von
Alfred Bösendorfer. Die Mischung aus feurigen und
einfühlsamen Zigeunerweisen kam beim Publikum sehr gut an.
Ein Hauch von Andre Rieu lag dann mit dem Konzertwalzer
„Über den Wellen“ in der Luft. Doch obwohl der Walzer fast
alle Merkmale des typischen Wiener Walzers enthält, handelt
es sich dabei um keinen Wiener Walzer. Komponiert wurde das
weltbekannte Stück nämlich von einem Indio-Mexikaner namens
Juventino Rosas und begeisterte das Publikum genauso wie ein
Walzer von Johann Strauß.
Einen Abstecher in die Filmmusik wagte die Tischardter
Blasmusik mit „The Pirates of the Caribbean“. Das Stück
enthält verschiedene Melodien aus dem Hollywood-Kinohit
„Fluch der Karibik“, in dem Johnny Depp die Hauptrolle
spielt.
Eine Hommage an den blinden Bluesstar Ray Charles gab es
dann mit „The Genius of Ray Charles“. Dieses Potpourri mit
einigen seiner größten Hits, wie z.B. „I can’t stop loving
you“, „let the good times roll“ und natürlich „Georgia on my
mind“, das sogar zur offiziellen Hymne des US-Bundesstaates
Georgia erklärt wurde.
Die Tischardter Blasmusik beendete ihren Konzertteil mit
“The Blues Brothers Revue”. Diese flotte Stück enthält
verschiedene Melodien aus dem Film „The Blues Brothers“ mit
den beiden US-Komikern John Belushi und Dan Aykroyd.
Die Zuhörer fanden auch an diesem letzen Musikstück
sichtlich gefallen, so dass die Tischardter Musiker nicht
ohne Zugabe – den bekannten Walzer Nr. 2 von Schostakowitsch
- verlassen durften.
Nun
war man gespannt auf die Stadtkapelle Kirchheim/Teck unter
der Leitung von Stadtmusikdirektor Harry D. Bath. Das
Orchester aus Kirchheim stellten sein Programm unter das
Motto „A British Festival“, und eröffnete standesgemäß mit
einer königlichen Fanfare - „Royal Fanfare“, die zu Ehren
der Hochzeit von Prinzessin Margaret 1960 von Arthur Bliss
komponiert wurde.
Mit
the “The Duke of Cambridge Marsch” demonstrierte dann das
Höchststufenorchester, das seit Jahren zu den besten
Blasorchester Deutschlands zählt, dann seinen imposanten
Klangkörper.
Die
“Danceries” von Kenneth Hesketh stellen eine Reihe von
einfachen Tanzmelodien aus dem siebzehnten Jahrhundert dar,
die der Komponist in ein harmonisches Kostüm des zwanzigsten
Jahrhundert verpackt hat und von den Musikerinnen und
Musiker aus Kirchheim brillant dargeboten wurden.
Aus
den berühmten Promenadenkonzerten, die bereits 1895
gegründet wurden, fand das Stück „Fantasia on British Sea
Songs“ besonderen Gefallen beim Auditorium. Die „Promenade
Concerts“ hießen so, weil die Musiker die Möglichkeit hatten
während des Konzerts umherzulaufen. Diese Möglichkeit
nutzten natürlich auch die Kirchheimer Bläser aus.
Mit
der inoffiziellen Nationalhymne Englands, dem Marsch „Pomp
and Circumstance“ von Edward Elgar beendete die Stadtkapelle
Kirchheim den offiziellen Programmteil des Konzertabends.
Lang
anhaltender Beifall war der Lohn für die herausragende
musikalischen Darbietungen der Stadtkapelle Kirchheim, die
mit „The Hornpipe“ aus „Fantasia on British Sea Songs“ und
der „Serenda“ von Derek Bourgeois zur Freude der
Konzertbesucher noch zwei Zugaben zu Gehör brachten.
Der
Vorstand des TV Tischardt, Hartmut Matschiner, bedankte sich
in seiner Schlußansprache bei der Stadtkapelle
Kirchheim/Teck unter der Leitung von Harry D. Bath und der
Tischardter Blasmuisk unter Cornel Erdei für die
hervorragenden Leistungen. Er gab seiner Freude darüber
Ausdruck, daß es auch bei der 15. Auflage des Herbstkonzerts
gelungen sei, nochmals eine musikalische Steigerung zu
erzielen. Sein besonderer Dank galt Frau Ingrid Noizet, die
wie in vergangenen Jahren charmant und kompetent durch das
Programm führte.
Verabschiedete wurden dieses Mal die Zuhörer mit “Guten
Abend, gute Nacht”, das beide Orchester gemeinsam unter der
Leitung von Cornel Erdei spielten.
Die
Tischardter Blasmusik bedankt sich an dieser Stelle nochmals
bei allen freiwilligen Helfern, die zum Gelingen des
Herbstkonzerts beigetragen haben. |