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Den Konzertabend
eröffnete die Tischardter Blasmusik unter der Leitung von
Cornel Erdei mit der spanischen Ouvertüre „Alcazar“ des
holländischen Komponisten Kees Vlak. Spanischer Flair und
andalusisches Leben animierten den Komponisten bei diesem
Stück und hielten auch in Tischardt Einzug.
Anschließend ging es weiter mit einem etwas anderen
Arrangement des Spirituals „Glenn beats the battle of
Jericho“. Jef Penders arrangierte dieses bekannte Stück über
die Schlacht und Posaunen von Jericho im Swingstil, das bei
den Zuhörern sehr gut ankam.
Südamerikanisch wurde es dann mit „Carioca“. Das Stück wurde
durch den Film „Flying down to Rio“ mit Fred Astaire und
Ginger Rogers bekannt. Carioca ist nicht nur der Name dieses
Stückes sondern auch eines temperamentvollen
lateinamerikanisches Tanzes. Musikalisch zurück in heimische
Gefilde führten die Tischardter Musiker das Publikum mit dem
Marsch „Die Sonne geht auf“ von Rudi Fischer.
Ein Höhepunkt des Abends folgte mit dem folgenden Musikstück
„Czardas“ von Vittorio Monti. Dafür übergab Dirigent Cornel
Erdei seinen Taktstock an Wolfgang Kümmerle und griff zu
seiner Trompete. Für seine brillante Interpretation dieses
feurigen ungarischen Nationaltanzes erhielt der Solist
stürmischen Beifall.
Als letzte Stück des 1. Konzertteils kam „Concerto d’amore“
von Jacob de Haan zur Aufführung. Das Stück verbindet die
Liebe des Komponisten zur Barockmusik mit der zum Swing.
Natürlich durften die Tischardter Musiker die Bühne nicht
ohne Zugabe räumen. Mit „Highland Cathedral“, daß die
Zuhörer musikalisch nach Schottland versetzte,
verabschiedete die Tischardter Blasmusik die Zuhörer in die
Pause.
Nun war man gespannt auf den Musikverein Ebersbach unter der
Leitung von Günter Martin Korst. Das 70 Musiker umfassende
Höchststufenorchester aus dem Filstal eröffnete den zweiten
Programmteil mit der „English Folk Song Suite“ von Ralph
Vaughn Williams.
Das dreisätzige Werk umfasst zwei Märsche und ein Intermezzo
und kam beim Publikum sehr gut an.
Da das Ebersbachers Orchester in diesem Jahr eine
Konzertreihe über die vier Naturelemente startet, stand das
restliche Programm unter dem Thema „Wasser“. Den Auftakt
dazu bildete „Aquarium“ von Johann de Meij. In seiner
dreisätzigen Suite fängt der Komponist das bunte Treiben in
einem Aquarium ein, und beschreibt musikalisch 6
verschiedene Fischarten, wie Zitteraal. Anglerfisch,
Seepferdchen oder Guppy.
Mit „Rainbow Warrior“ ehrt der holländische Komponist das
gleichnamige Flaggschiff von Greenpace. Die dramatische
musikalische Geschichte beschreibt den Kampf von Greenpeace
Aktivisten gegen den Walfang und zog auch die Tischardter
Zuhörer in seinen Bann.
Einen Ausflug in die Karibik gab es anschließend mit „Bermuda
Triangle“ von Adam Gorb, der bei diesem Stück die zum einen
das akribische Lebensgefühl zum anderen aber auch den
legendären Schiffsfriedhof thematisiert.
Mit einem europäischen Klassiker zum Thema Wasser beendete
der Musikverein Ebersbach/ Fils sein Programm: „An der
schönen blauen Donau“. Der wohl bekannteste Walzer von
Johann Strauß animierte so manchen Zuhörer zum Mitschunkeln.
Selbst bei der Zugabe blieb man dem Motto Wasser treu. Mit
dem Marsch “Anker gelichtet“ bedankte sich die Ebersbacher
Musiker beim Tischardter Publikum für den anhaltenden
Beifall.
Der Vorstand des TV Tischardt, Hartmut Matschiner, bedankte
sich in seiner Schlußansprache beim Musikverein
Ebersbach/Fils unter der Leitung von Günter Martin Korst und
der Tischardter Blasmusik unter Cornel Erdei für die
hervorragenden Leistungen. Er gab seiner Freude darüber
Ausdruck, daß es auch bei der 17. Auflage des Herbstkonzerts
gelungen sei, nochmals eine musikalische Steigerung zu
erzielen. Sein besonderer Dank galt Frau Ingrid Noizet, die
wie in vergangenen Jahren charmant und kompetent durch das
Programm der Tischardter Blasmusik führte. |